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Auszug aus der Radioberichterstattung unserer Schule bei Radio Deutsche Welle:
Engagement à la Mandela – Wie die Botschaft des südafrikanischen Freiheitskämpfers an einer deutschen Schule wirkt.
Die Mandela-Schule in Dierdorf, bei Bonn, macht ihrem Namen alle Ehre. Die Verständigung zwischen den Völkern zu stärken, ist eines der Ziele dieser Realschule.
Vorschlag zur Anmoderation: Vor 20 Jahren wurde der damalige Freiheitskämpfer und spätere Präsident Südafrikas, Nelson Mandela, aus dem Gefängnis entlassen. Weltweit wird er für seinen Einsatz gegen die Apartheid bewundert – auch von Schülern in Deutschland. Unsere Reporterin Nancy Hauschild hat eine der beiden Schulen in Deutschland besucht, die sich sogar Nelson Mandela benannt haben. Und sie hat entdeckt, dass der Name der Nelson-Mandela-Realschule in Dierdorf Programm ist:
1. O-Ton: ATMO
Der Theaterraum der Nelson-Mandela-Realschule in Dierdorf bei Bonn. Etwa 12 Schülerinnen und Schüler proben gerade ein Stück über das Leben Nelson Mandelas. Es soll bei der nächsten Schulfeier aufgeführt werden. Mit viel Interesse und Emotion legen sich alle mächtig ins Zeug. Die Mädchen sind hier in der Überzahl und so schlüpft die 16-jährige Melanie Keller in die Rolle des Freiheitskämpfers. In einer Szene spielt sie Nelson Mandela bei einer Gerichtsverhandlung.
2. O-Ton: Melanie Keller (Deutsch)
„Ich hatte keine Alternative. Südafrika wird eines Tages frei sein, und wenn man mich hängt, wird es anderen Mut machen, ich bekenne mich nicht schuldig, es ist ein Ideal, für das ich lebe und das ich zu erreichen hoffe, und wenn es sein sollte, so bin ich auch bereit für dieses Ideal zu sterben.“
Durch das Theaterstück sollen den Schülern Leben und Leiden Nelson Mandelas sowie dessen Botschaft an die Menschheit nahe gebracht werden. Das Theaterspielen regt sichtbar die Kreativität der Schüler an, davon ist der Lehrer Alfred Gulden überzeugt. Die Jugendlichen nehmen so die Ideale, die Ideen und Gedanken von Nelson Mandela auf und sehen die Würde, der er dabei ausstrahlt. Die Botschaft des Stückes: Schwarz und Weiß haben nur gemeinsam eine Zukunft – und das nicht nur in Südafrika.
Das Leben von Nelson Mandela, die Zeit der Apartheid in Südafrika und die Zeit danach sind auch in anderen Fächern Thema, wie etwa im Geschichtsunterricht.
3. O-Ton: ATMO Schule
Mandela ist überall präsent, allein durch ein übermannsgroßes Foto in der Eingangshalle der Schule, direkt neben einer großen Fahne von Südafrika. Die Verständigung zwischen den Völkern zu stärken, ist eines der Ziele der Dierdorfer Realschule. Sie trägt seit 2001 den Namen des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Schulleiter Hartmut Schiemann ist sich über die Rolle der Schule bewusst: 4. O-Ton: Hartmut Schiemann (Deutsch)
„Neben unseren zahlreichen Schuleprojekten, die wir durchführen, ist das Besondere für mich, dass wir einen Namensgeber haben, der noch lebt. Das passiert selten bei Schulen. Wir leben nicht in Gedanken an einen Menschen und versuchen diese Dinge bei unserer täglichen Arbeit in den Vordergrund zu stellen, sondern wir leben mit den Gedanken an einen Menschen und versuchen sein Tun und Wirken, wie er lebt als Vorbild zu nehmen und das auf verschiedenen Ebenen fortzuführen.“
Auch die Schüler und Schülerinnen der Nelson-Mandela-Realschule sind sehr stolz auf ihren Namenspatronen und haben sich intensiv mit ihm auseinandergesetzt: Wer Nelson Mandela ist und was er in der Welt bewegt hat ist für den 15 Jährigen Kevin Paluschek klar:
5. O-Ton: Kevin Paluschek (Deutsch)
„ Nelson Mandela ist ein fast 90 Jahre alter Friedensnobelpreisträger, und ich denke, dass ich auch die Botschaft von Nelson Mandela vermittle und es auch Konfliktslösungen ohne Gewalt gibt.“
Auch für die 11 Jahre alte Rebekka Brettschneider ist Nelson Mandela ein großes Vorbild. Und so versucht sie, auf ihre eigene Art in die Fußstapfen von Mandela zu treten, indem sie beim Schlichten von Streitigkeiten zwischen anderen Schülern hilft.
6. O-Ton: Rebekka Brettschneider (Deutsch)
„Also, wir haben einen Klassenschüler, der sieht ein bisschen anders aus wie alle anderen. Aber Mandela hat sich [gerade] für die etwas anderen immer eingesetzt. Die anderen [Schüler] haben immer gesagt, den mag ich nicht, aber ich wollte dem noch eine Chance geben.“
Neben dem starken Engagement in der eigenen Schule, sammeln die Schüler zudem Geld für Projekte in Südafrika, zum Beispiel indem sie beim letzen Weihnachtsbasar selbstgebackene Kekse verkauft haben. 14 000 Euro sind dabei zusammengekommen – das Geld spenden sie Kindern in Südafrika, die an AIDS erkrankt sind oder deren Eltern schon so stark von AIDS gezeichnet sind, dass sie sich selbst nicht mehr um ihre Kinder kümmern können.
Nelson-Mandela-Realschule Dierdorf mit Detlef D! Soost zu Besuch im Tigerentenclub - ein voller Erfolg
Die Klassen 5c und e, unter Leitung von Herrn Euteneuer, Herrn Krischer und Frau Speer, kämpften am 23. März 2010 im Tigerentenclub in Göppingen. Die Schüler Marvin, Lisa, Liane und Michelle traten als Frosch-Team für die UNESCO-Projektschule gegen eine Klasse 6 an und siegten letztendlich tapfer. Als Belohnung gab es 600€, die an das Schulprojekt HOKISA (Home for Kids in South Africa) für Anschaffungen im Gemüsegarten gespendet wurden. Das Highlight für die Mädchen war ohne Zweifel der von und mit Star-Choreographen Detlef D! Soost einstudierte Tanz, an dem die Schülerinnen Annika, Luisa und Jana mit vollem Einsatz teilnahmen. Der krönende Abschluss war für alle Schüler das Schaumbad Ihres Klassenlehrers Herrn Euteneuer. Am nächsten Tag hatten die Schüler die Möglichkeit, das Märklin-Museum mit Herz und Hand zu erleben und so einen Einblick in die Geschichte der Eisenbahn zu bekommen. Die Erstaustrahlung ist am 9. Mai 2010 um 9 Uhr im ARD zu sehen.
(Zeitungsbericht aus Rhein-Zeitung, Kernpunkt, Mitteilungsblatt Dierdorf, Blick Aktuell; April 2010)
Planspiel-Börse
SV-Sprecher besuchen eine politische Weiterbildung zum Thema Kinderrechte in Mainz Am 03.12.09 waren unsere SV-Sprecher und der SV-Lehrer Herr Timo Krischer bei einer politischen Weiterbildung zum Thema Kinderrechte in Mainz Ingelheim. Einleitend hielt Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) eine Rede. Das Ziel dieser Weiterbildung war, dass die Kinderrechte einen höheren Stellenwert haben sollten als sie momentan besitzen. S. Westrich (Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur) meinte zu diesem Thema: “Kinder sollen Subjekte, nicht Objekte des Handels sein.“ Die Kinder sollen ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung haben. Ein Ziel der Schule sollte es sein, der Schaffung einer Kultur der Anerkennung in Klassen und somit eine Vorbeugung von Gewalt zu schaffen. Ein Trialog von Schüler – Eltern – Lehrer sollte angestrebt werden. Dies ist gerade für eine UNESCO-Schule sehr wichtig. Eine Verankerung in der neuen Lehrplanrevision ist laut Amnesty international in Fächern Geschichte, Erdkunde und Sozialkunde angestrebt. Im Schulalltag soll sich dies in den Bereichen Mobbing, Ausgrenzung und Umgang in den Pausen bemerkbar machen. Mehr zu diesem Thema gibt es Hier.
Rheinzeitung vom 10.11.2009 Kinder werden den Mauerfall nie vergessen Der 20. Jahrestag des Mauerfalls hat nicht nur die große Politik beschäftigt, sondern auch junge Menschen aus unserem Verbreitungsgebiet. Ich habe die Nelson-Mandela-Realschule in Dierdorf (Kreis Neuwied) besucht, in der 600 Schüler sich im Kunstunterricht dem Thema Mauerfall auf eine kreative und zugleich tiefgründige Art genähert haben. Etliche der Kinder und Jugendlichen hatten bereits von Zuhause von der Trennung Deutschlands und der Wiedervereinigung erfahren. Erlebt haben Sie aber weder die Zeit der DDR, noch den Mauerfall. Alles, was sie darüber wissen, haben sie aus zweiter Hand. Die Mauer ist an einer Stelle geöffnet. Die DDR-Bürger können rüber in den Westen gehen. Im Schulprojekt wurden Fakten und Hintergründe vermittelt. Ihre Kunstlehrer haben anfangs mit ihnen erarbeitet, was der Begriff Mauer im Allgemeinen bedeutet. Viele Schüler haben Mauern als etwas Schützendes empfunden: Sie schützen vor Wind, Kälte, Regen und Angriffen. Daran anknüpfend wurde thematisiert, wie es denn ist, wenn man diesen geschützten Raum nicht mehr verlassen kann. Ihre Emotionen und Assoziationen zum Thema flossen in die Gestaltung von 600 Schuhkartons ein. Diese bunten “Steine” wurden dann zum Mauerfalljubiläum aufeinander gestapelt. In der zweiten großen Pause versammelten sich alle 950 Schüler in der Aula und verfolgten ein kleines Theaterstück der Klasse 7a. Die Schüler zeigten, wie friedliche Demonstrationen die Mauer zum Einsturz brachten. Und als die ersten Steine gefallen waren, dauerte es nicht lang, bis die komplette Mauer am Boden lag. Die Mauer ist gefallen. Die Schüler stürzen sich auf ihre Schuhkartons Mir hat diese Art des Unterrichts gut gefallen. Jeder hat seinen eigenen Zugang zum Thema gebastelt und wird, was er dabei gelernt hat, nie wieder vergessen. Und wenn er im Fernsehen die große Dominosteinaktion in Berlin angeschaut hat, dann kann er stolz berichten, dass er so etwas ähnliches auch erlebt hat.
Unter folgendem Link können Sie sich das dazugehörige Video ansehen: http://rhein-zeitung.de/a/inc/2/_video/flvplayer.php?file=/a/video/i/rzo637432v0.flv&id=playlist Dieser Artikel stammt von der Homepage der Rheinzeitung
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